Podcast – Unterschiede flämischer holländischer Kunst

Die Unterschiede zwischen "flämischer" und "holländischer" Malerie - Podcast

Namen wie Pieter Brueghel, Jan Vermeer, Jacob Jordaens, Anton Van Dyck, sowie natürlich Rubens und Rembrandt sind bis heute bekannt. Neben ihnen nehmen auch weniger bekannte Maler wie Adriaen Brouwer oder David Teniers viel Platz in den Museen für schöne Künste ein. Es sind Künstler, die vor allem von Belgien und den Niederlanden als “ihre” nationalen Künstler vereinnahmt werden Aber lassen sich deren Werke, die größtenteils im 17. Jahrhundert entstanden, als “niederländisch”, “flämisch”, “holländisch”, gar “belgisch” bezeichnen? Schließlich existierten in dieser Zeit kein Belgien und keine Niederlande so wie wir die heute kennen. Wie verorteten eigentlich die Zeitgenossen die Provenienz dieser Werke? Unterschieden zum Beispiel die Käufer und Auftraggeber zwischen “holländischen” und “flämischen” Malern?

Um diesen Fragen nachzugehen, führten wir ein Interview mit Dr. Justus Lange, Leiter der Gemäldegalerie Alte Meister in Kassel. In Kassel baute nämlich Landgraf Wilhelm VIII. von Hessen-Kassel in der Mitte des 18. Jahrhunderts eine der ersten und größten Sammlungen „niederländischer“ Malerei auf. Seine Sammlung und seine Sammlungspraxis können viel über die Wahrnehmung „niederländischer“ Kunst im deutschsprachigen Bereich aussagen. Während Herr Lange uns durch die Galerie führte, stellten wir also viele Fragen zu dieser Thematik. Daraus entstand eine neue Podcast-Episode für das BelgienNet, die viele Erkenntnisse über die (späte) Unterscheidung zwischen „flämischer“ und „holländischer“ Kunst sowie über den vormodernen Kunstmarkt überhaupt bereithält. Unten können Sie das Interview nachhören.

  • Redaktion Fragen und Aufzeichnung Interview: Yves Huybrechts
  • Moderation: Joshua Tom Sanders
  • Mischung und Endproduktion: Samuel Tews